Flight-Insight



Ein runder Geburtstag ohne Feuerwerk? Undenkbar! Und so ließen zwei Kampfhubschrauber vom Typ AH-1 "Tzefa" (Viper) es kurz darauf mit TOW-Flugkörpern richtig krachen, während zwei AH-64D-I Longbow-Apache mit ihren Bordkanonen alte Panzer und Lastwagen durchsiebten. Vier F-16C "Barak" (Blitz) traktierten dagegen die ausgedienten Fahrzeuge mit Übungsbomben. Weitere Höhepunkte der Vorführung sollen nicht unerwähnt bleiben, wie zum Beispiel das Display der CH-53 "Ya'sur" (Sturmvogel), die mit ihrer Wendigkeit verblüffte, oder der seltene Raketenstart einer C-130 Hercules "Karnaf" (Nashorn) und die Kunstflug-Performance der in Hatzerim stationierten Tzukits (in Lizenz gebaute Fouga Magister).
Dagegen ist die F-4 Phantom so gut wie aus dem Inventar verschwunden. In der statischen Ausstellung fand sich aber eine der drei mit einer speziellen Kamera ausgestatteten RF-4E(S), die bis 2004 flogen. Sie kam vom benachbarten Museum auf die Basis. Dafür war die A-4N Skyhawk "Ayit" (Adler) noch in der Luft zu sehen, die jedoch ausschließlich bei einer Staffel in Hatzerim im Einsatz ist und zur Ausbildung von Piloten verwendet wird. "The-One-Squadron" hatte als letzte israelische Einheit bis zum 12. Mai 2004 die Phantom geflogen und war danach deaktiviert worden. Noch mehr Jahre auf dem Buckel haben die schwarze Spitfire, die auf Wunsch der israelischen Jagdfliegerlegende und späteren Staatspräsidenten Ezer Weizman in Israel blieb, und heute - wie die ebenfalls im Museum in Hatzerim beheimatete Stearman - nur noch bei besonderen Anlässen vorgeflogen wird.